Josef Weinreiter

Josef Weinreiter

Josef Weinreiter wurde als Sohn des Metalldrehers Leonhard Weinreiter und seiner Frau  Maria Eva, geb. Wiegand, beide katholisch, in Höchst geboren.

Josef Weinreiter war Schlosser von Beruf.

Am 20. Mai 1922 heiratete er Anna, geb. Noß, aus Sossenheim. Das Ehepaar lebte nach der Hochzeit in Sossenheim und hatte eine Tochter.

Josef Weinreiter war von 1930 bis 1934 arbeitslos. Er war Mitglied der KPD. Im Juni 1933 wurde die Bibliothek Josef Weinreiters von der Sossenheimer Polizei beschlagnahmt und die Gestapo beschlagnahmte seinen Radioapparat. Seine Bücher wurden im Höchster Stadtpark verbrannt.

Seine Ehefrau Anna berichtete nach 1945: "Josef Weinreiter wurde am 4. Mai 1937 von der Gestapo verhaftet, da er Mitglied der kommunistischen Partei war, wegen Vorbereitung zum Hochverrat. Er war seinerzeit im Gefängnis Frankfurt-Preungesheim inhaftiert. Bei den im Anfang Juni stattfindenden Gerichtsverhandlungen beim Sondergericht in Kassel wurde er am 10. Juli 1937 freigesprochen. Am 12. Juli 1937 wurde er von der Frankfurter Gestapo erneut verhaftet und wurde sodann am 20. Juli 1937 nach dem KZ Buchenwald bei Weimar überführt."

Josef Weinreiter wurde mit der Häftlingsnummer 1182 registriert. Er gehörte zu den ersten Häftlingen, die das Konzentrationslager seit Mitte 1937 aufbauen mussten. Der Aufbau des Lagers war außerordentlich hart. Täglich mussten die Häftlinge 14 bis 16 Stunden schuften, um Häftlingsbaracken, SS-Kasernen, Verwaltungsgebäude, Offiziers-Villen, Werkstätten, Straßen, Garagen, Fernheizungsanlagen und den Lagerzaun mit 32 Wachtürmen zu errichten. Am Ende des Jahres 1937 waren bereits 57 Häftlinge tot.

Josef Weinreiter

Geburtsdatum: 26.4.1899

Haft: 4.5.–10.7.1937 Frankfurt-Preungesheim,

Kassel-Wehlheiden, 20.7.1937 Buchenwald

Todesdatum: 1.12.1937

Stolperstein 18.05.2018 für Josef Weinreiter, Thomestraße 3, 65936 Franfurt-Sossenheim

Der Stolperstein wurde initiiert und finanziert von Peter Hankiewicz, Sossenheim