Chlodwig Poth

Chlodwig Poth, geboren 1930 in Wuppertal, verheiratet mit Anna Poth, gestorben 2004 in Frankfurt

Chlodwig Poth war Satiriker, (Comic-)Zeichner, Karikaturist, Autor vieler Bücher und Maler. Geboren wurde er in Wuppertal, wuchs in Berlin Tempelhof auf und studierte 1947 an der Berliner Hochschule für Bildende Künste.

1955 zog er nach Frankfurt, 1962 war er Mitbegründer des Satire-Magazins Pardon. Ende der 1960er Jahre war er der angesehene „APO-Opa“ mit seiner Cartoon-Serie „Mein progressiver Alltag“. Gemeinsam mit anderen Zeichnern und Autoren gründete er 1979 das Satiremagazin Titanic.


Poth zuhause in seiner Wohnung in Sossenheim

Bis zu seinem Tod zeichnete er regelmäßig seine bissigen Alltagsskizzen unter dem Titel „Last Exit Sossenheim“ für die Titanic. Als sein Altbauhaus im Westend renoviert wurde, revanchierte er sich mit seinem Handwerkerhassblatt und zog nach Sossenheim.


Titelbild des Buches "Last Exit Sossenheim" von 1993 das Chlodwig Poths bekannteste Karikaturen enthält

Von 1990 bis zu seinem Tod 2004 lebte und arbeitete Poth im früheren Schulhaus Alt Sossenheim 9, in dem heute das Kinder- und Familienzentrum des SOS Kinderdorfes untergebracht ist. Mit einem Chlodwig-Poth-Saal erinnert es an den Künstler. 1997 erhielt er als Erster den deutschen Satirepreis Göttinger Elch, 2003 die Goetheplakette der Stadt Frankfurt.